GEO für Rechtsanwälte und Kanzleien

SEO ist wie ein Schaufenster in einer Einkaufsstraße: Wer vorbeigeht, sieht Sie. Aber immer mehr Menschen gehen gar nicht mehr die Straße entlang, sondern fragen direkt einen digitalen Assistenten. KI-Systeme greifen zwar weiterhin auf Suchmaschinen zurück, filtern aber nach eigenen Kriterien: klare Antworten, Belege, Aktualität. Genau dafür brauchen Rechtsanwälte und Kanzleien GEO.

Key Facts

  • GEO entscheidet darüber, ob Kanzleien in KI-Antworten zitiert werden. Nicht Rankings sind ausschlaggebend, sondern klare Antworten, belegbare Autorität und maschinenlesbare Strukturen.
  • Sichtbarkeit entsteht nur durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Technisches Fundament, tief strukturierter Content, Bewertungen, seriöse Erwähnungen, E-E-A-T und Aktualität wirken gemeinsam – isolierte Maßnahmen reichen nicht aus.
  • GEO ist kein einmaliges Projekt, sondern ein laufender Prozess. Kontinuierliche Pflege von Inhalten, Profilen, Bewertungen und Erwähnungen ist entscheidend, um dauerhaft als vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen zu werden.

Was ist GEO (Generative Engine Optimization) für Anwälte?

GEO ist die Optimierung für generative Suchsysteme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews. Anders als beim SEO geht es nicht darum, auf Platz 1 bei Google zu erscheinen, sondern als Quelle in Antworten genannt zu werden. Damit das gelingt, müssen Inhalte präzise Fragen in zwei bis drei Sätzen beantworten, technisch mit Schema.org ausgezeichnet und durch externe Belege untermauert sein.

Doch GEO endet nicht beim Content: Kanzleien brauchen ein Geflecht aus Datenpunkten, die Seriosität belegen. Dazu gehören aktuelle Bewertungen auf relevanten Plattformen, externe Erwähnungen in Fachmedien oder Verbänden sowie sichtbare Autorität einzelner Anwälte (Fachanwaltstitel, Biografien, Publikationen). GEO ist damit keine Ablösung, sondern die Weiterentwicklung von SEO, die klassische Sichtbarkeit mit Reputation und Vertrauenssignalen kombiniert – und für Kanzleien künftig unverzichtbar sein wird.

Warum ist GEO gerade für Kanzleien besonders wichtig?

Juristische Fragen sind sensibel – Mandanten wollen hier keine allgemeinen Tipps, sondern verlässliche Informationen. Genau deshalb greifen KI-Systeme in diesem Bereich bevorzugt auf seriöse, mehrfach belegte Quellen zurück. Für Kanzleien reicht es nicht mehr, eine SEO-optimierte Webseite mit allgemeinen Texten zu haben.

Um in GEO sichtbar zu werden, müssen sie ein glaubwürdiges Gesamtbild erzeugen: aktuelle und aussagekräftige Bewertungen, externe Erwähnungen in Fachpresse oder Verbänden, klare Autorenprofile mit Fachanwaltstiteln und Erfahrung (E-E-A-T; vier Faktoren, nach denen KI die Glaubwürdigkeit von Personen und Inhalten bewertet) sowie gepflegte und aktualisierte Inhalte. GEO macht damit genau das sichtbar, was Mandanten ohnehin erwarten: Kompetenz, Vertrauen und Aktualität. Wer diese Faktoren frühzeitig aufbaut, verschafft sich einen entscheidenden Vorsprung in einem Markt, in dem Glaubwürdigkeit das stärkste Unterscheidungsmerkmal ist.

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Wie steigern Kanzleien mit SEO-Performance & Content-Struktur ihre GEO-Sichtbarkeit?

Key Facts

  • KI-Systeme nutzen Suchmaschinen als Recherchegrundlage – wer dort nicht sichtbar ist, wird auch in KI-Antworten nicht genannt.
  • SEO beruht auf zwei Säulen: Technik (Ladezeit, Schema.org, klare Struktur) und Content (tiefe Rechtsgebietsseiten, präzise Q&As).
  • GEO verlangt zusätzlich Inhalte in der richtigen Form: klare Kurzantworten plus Struktur, die Maschinen verstehen.

Stellen Sie sich Ihre Kanzlei-Website wie eine Bibliothek vor:

  • Technisches Fundament = die Stabilität des Gebäudes
  • Rechtsgebietsseiten & Content-Tiefe = die Qualität der Bücher
  • Q&A-Formate = die Nachschlagewerke, die konkrete Antworten liefern
  • Blog-Cluster = die thematisch sortierten Regale (Überblick + Details)
  • Interne Verlinkung = die Katalogisierung, die zeigt, wo etwas steht und wie es zusammenhängt

Fehlt einer dieser Bausteine, wirkt Ihre Website wie eine unsortierte Zettelsammlung – für KI uninteressant.

Technisches Fundament

Damit Ihre Kanzlei von KI-Systemen erfasst wird, braucht es ein stabiles technisches Fundament. Ihre Website muss schnell und zuverlässig laufen, mit optimierten Bildern, reduzierten Skripten und einer sauberen Seitenstruktur. Titel, sprechende URLs und klare Überschriften sind Pflicht. Zusätzlich braucht es Schema.org-Markup – das ist die „Maschinensprache“, die KI-Systemen Ihre Struktur erklärt. Besonders wichtig ist das Organization-Schema, das Ihre Kanzlei als Organisation eindeutig maschinenlesbar macht, mit Name, Adresse, Telefonnummer und URL, damit KI Ihre Kanzlei eindeutig zuordnen kann.

strong>Schritt-für-Schritt

  1. Testen Sie Ladezeit mit Google PageSpeed.
  2. Optimieren Sie Bilder und Skripte.
  3. Hinterlegen Sie Organization-Schema, um Ihre Kanzlei eindeutig maschinenlesbar zu machen.

Rechtsgebietsseiten & Content-Tiefe

Jedes Rechtsgebiet Ihrer Kanzlei verdient eine eigene, tief ausgearbeitete Seite. Oberflächliche Werbetexte sind für GEO wertlos, da sie Mandanten wie auch KI-Systemen keine echten Antworten liefern. Entscheidend ist eine klare Gliederung, konkrete Beispiele und praxisnahe Tipps. Mit dem LegalService-Schema markieren Sie außerdem für Maschinen unmissverständlich, dass es sich um ein juristisches Leistungsangebot handelt.

Beispiel

  • Ohne GEO: „Wir beraten Sie im Arbeitsrecht.“ (300 Wörter)
  • Mit GEO: „Arbeitsrecht in München – Kündigung, Abfindung, Aufhebungsvertrag“ (1200 Wörter + Beispiele, Fristen, Handlungstipps + LegalService-Schema).

Q&A-Formate und FAQ-Strategie

Mandanten stellen meist konkrete Fragen – nicht nur Suchbegriffe. Genau deshalb bevorzugen KI-Systeme präzise Q&A-Strukturen. Mit FAQPage- (zeigt Maschinen: „Hier gibt es häufige Fragen mit den passenden Antworten.“) oder QAPage-Markup (hebt einzelne Fragen mit besonders präzisen Antworten hervor) erkennen Maschinen sofort: Hier gibt es eine Frage mit einer klaren Antwort.

Es gibt mehrere Strategien:

Option A – Jede Frage als eigene Seite

  • Vorteil: Maximale Sichtbarkeit, jede Frage rankt.
  • Nachteil: Hoher Pflegeaufwand, Gefahr „dünner“ Inhalte.

Option B – Master-FAQ pro Rechtsgebiet

  • Vorteil: Nutzerfreundlich, übersichtlich, leicht zu pflegen.
  • Nachteil: Weniger Longtail-Power.

Empfehlung – Hybrid-Modell

  • Eine Master-FAQ pro Rechtsgebiet.
  • Die wichtigsten 5 Fragen zusätzlich als eigene Detailseiten.
  • Alle Fragen mit FAQPage-/QAPage-Schema auszeichnen.

Beispiel für eine präzise Q&A-Antwort

Frage: „Muss ich nach einer Kündigung in der Probezeit noch arbeiten?“

Antwort: „In der Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen. Arbeiten müssen Sie nur bis zum Ende dieser Frist. Lassen Sie die Kündigung rechtlich prüfen.“

Blog-Cluster als Themenarchitektur

Blog-Cluster verbinden Überblicksartikel (Hub) mit Detailartikeln (Spokes). KI erkennt daran, dass Ihre Kanzlei ein Thema umfassend abdeckt – von der allgemeinen Einführung bis zur konkreten Einzelfrage. Über das WebPage-Schema können Hub & Spokes auch technisch als „Teil einer Serie“ gekennzeichnet werden.

Beispiel Arbeitsrecht-Cluster

  • Hub: „Kündigung – was Arbeitnehmer wissen müssen“
  • Spokes: „Kündigung in der Probezeit“, „Kündigung wegen Krankheit“, „Kündigungsschutzklage einreichen“, „Aufhebungsvertrag unterschreiben oder nicht?“

Interne Verlinkung als Katalogisierung

Interne Verlinkungen sind das Leitsystem Ihrer Website. Sie zeigen KI-Systemen, welche Seiten wichtig sind und wie sie zusammenhängen. Gleichzeitig können Sie über Schema.org-Verknüpfungen Entitäten sauber auszeichnen – etwa die Verbindung von Person (Anwalt) zu LegalService (Rechtsgebiet).

Schritt-für-Schritt

  1. Jede Q&A-Seite ↔ passende Rechtsgebietsseite
  2. Rechtsgebiete ↔ passende Anwalt-Personenseiten
  3. Hub-Seite ↔ alle Spokes
  4. Einheitliches Schema-Setup: Person-Schema für Anwälte (macht Anwaltprofile maschinenlesbar), LegalService-Schema für Leistungen

Praxisbeispiel

Ein Mandant fragt ChatGPT: „Welche Frist gilt für eine Kündigung in der Probezeit in München?“

  • Ohne GEO: Eine allgemeine Arbeitsrechtsseite mit 200 Wörtern, keine Auszeichnung → KI erkennt keine präzise Antwort
  • Mit GEO:
    • Detailseite „Kündigung in der Probezeit“ mit Q&A
    • FAQPage-Markup für die Antwort
    • Verlinkt auf Hub „Arbeitsrecht“ und Personenseite Fachanwalt
    • LegalService-Schema kennzeichnet die Leistung
    • Ergebnis: Hohe Chance auf Zitation in KI-Systemen

Expertentipp

„Keine Panik. Wenn Sie bislang bereits mit einem SEO-Dienstleister gearbeitet hat, der seinen Namen verdient, dann sind Sie für GEO sehr gut aufgestellt. Wenn nicht, dann liegt gerade hier am meisten Arbeit vor Ihnen. Aber wohl auch der größte Hebel!“

Warum sind seriöse Erwähnungen & PR für GEO-Erfolg von Kanzleien wichtig?

Key Facts

  • KI-Systeme prüfen nicht nur Inhalte, sondern auch die Anwälte dahinter.
  • Vier Faktoren sind entscheidend: Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauen – alle müssen sichtbar sein.
  • Person- und Author-Schema übersetzen Biografien, Titel und externe Belege in maschinenlesbare Signale.

Wenn nur Sie selbst behaupten, dass Sie gut sind, wirkt das wenig überzeugend. Wenn aber seriöse Dritte – eine Rechtsanwaltskammer, eine Universität oder eine Zeitung – über Sie berichten, zählt das als starker Vertrauensbeleg.

Generative Systeme wie ChatGPT oder Perplexity prüfen nicht nur, was Sie selbst auf Ihrer Website schreiben, sondern auch, wer außerhalb über Sie spricht. Eine Kanzlei, die in seriösen Kontexten auftaucht sendet starke Vertrauenssignale.

Typische Probleme

  • Keine Erwähnungen außerhalb der eigenen Website
  • Einträge nur in zweifelhaften Verzeichnissen
  • Presseberichte ohne technische Anbindung (kein Newsroom, keine Verlinkung)
  • Fehlende SameAs-Verknüpfungen (Verknüpfung Ihrer Seite mit externen Profilen, damit KI weiß, dass es sich um dieselbe Kanzlei/Person handelt), wodurch Maschinen die Quelle nicht eindeutig zuordnen können

Schritt-für-Schritt: Seriöse Erwähnungen aufbauen

  • Verzeichnisse & Profile prüfen: Kammerprofil, Fachverbände (DAV, DGVH etc.), anwalt.de – aktuell und vollständig halten
  • Presse & Fachartikel nutzen: Kurzmeldungen zu neuen Fachanwälten, Urteilen oder Vorträgen an Fachpresse schicken
  • Newsroom einrichten: Ein eigener Pressebereich auf der Kanzlei-Website, in dem Erwähnungen, Presseartikel oder Meldungen gebündelt sind. Hier alle Erwähnungen sammeln und spiegeln, damit KI sie auf Ihrer Website findet
  • SameAs-Verknüpfungen setzen: In JSON-LD auf jede Quelle verweisen (z. B. „sameAs: DAV-Mitgliedsseite“)

Checkliste seriöser Quellen

  • Rechtsanwaltskammer (öffentliches Profil)
  • Fachverband (DAV, Spezialvereinigungen)
  • Universität / Lehrauftrag / Dozentur
  • Juristische Fachportale (LTO, beck-community)
  • Fachpresse / überregionale Medien

Praxisbeispiel

Ein Nutzer fragt ChatGPT: „Welche Anwälte in München sind Experten für Arbeitsrecht?“

  • Ohne GEO: Die Kanzlei hat nur die eigene Website. Keine Kammerverlinkung, keine Presseartikel. → ChatGPT findet wenig externe Belege, die Kanzlei erscheint nicht.
  • Mit GEO: Die Kanzlei wird auf der Website der Rechtsanwaltskammer geführt, ist Mitglied im DAV, hat einen Fachartikel in der NJW und spiegelt diesen im Newsroom. → ChatGPT findet mehrere seriöse Quellen, die Anwälte werden mit hoher Wahrscheinlichkeit genannt.

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Welche Bedeutung haben Bewertungen für GEO-Reputation von Anwälten?

Bewertungen sind digitale Mundpropaganda. Ein Mandant glaubt eher an die Erfahrung von 20 Menschen, die positiv berichten, als an Ihr eigenes Versprechen.

KI-Systeme werten nicht nur Inhalte und Erwähnungen, sondern auch die Stimmen echter Mandanten. Eine Kanzlei mit vielen positiven, seriösen Rezensionen wirkt glaubwürdiger als eine ohne Feedback. Wichtig: GEO unterscheidet zwischen relevanten Plattformen, im Kanzlei-Kontext Google und anwalt.de, und irrelevanten Nischenportalen.

Typische Probleme

  • Wenige oder gar keine Bewertungen
  • Unausgewogenes Bewertungsprofil (nur alte Rezensionen, keine Aktualität)
  • Unsaubere Methoden: gekaufte oder gefälschte Rezensionen
  • Bewertungen vorhanden, aber nicht technisch erschlossen (kein Review-Schema)

Schritt-für-Schritt: Bewertungen aufbauen

  • Relevante Plattformen nutzen: Fokus auf Google Reviews und anwalt.de.
  • Mandanten aktiv ansprechen: Bewertungslinks per E-Mail nach Mandatsabschluss verschicken, Erinnerungen einplanen.
  • Kontinuität sicherstellen: Ziel: mindestens 1 neue echte Bewertung pro Monat.
  • Technisch sichtbar machen: Review- und AggregateRating-Schema (fasst mehrere Bewertungen zu einer Gesamtnote zusammen, die KI direkt interpretieren kann) einbauen, damit KI die Stimmen direkt erkennt.

Der Workflow für Bewertungen

  • Mandatsabschluss → Dankesmail mit Bewertungslink
  • Nach 7 Tagen Erinnerung (automatisiert)
  • Neue Bewertung → auf Website sichtbar machen (Schema.org integriert)
  • Regelmäßige Pflege: mind. 1 neue Bewertung pro Monat

Compliance & Ethik

Gerade bei Kanzleien ist das Thema Compliance zentral: Schon kleine Verstöße können nicht nur GEO-Ergebnisse verfälschen, sondern auch die berufliche Reputation gefährden. Deshalb gelten klare Grundsätze:

  • Keine Gegenleistungen.
  • Vertraulichkeit: Mandanten nie zu Fall-Details verleiten.
  • Echtheit sichern: Nur reale Mandanten anfragen; interne Liste mit Datum/Kontakt pflegen.
  • Ton: neutral, respektvoll; keine Drucksituation.

Praxisbeispiel

Ein Nutzer fragt ChatGPT:
„Welcher Anwalt in München ist im Strafrecht besonders empfehlenswert?“

  • Ohne GEO: Die Kanzlei hat drei alte Google-Bewertungen von 2020. Keine anwalt.de-Rezensionen. → KI findet zu wenig Signale, Zitation unwahrscheinlich.
  • Mit GEO: Die Kanzlei sammelt seit 2023 kontinuierlich neue Bewertungen, hat 45 Google Reviews und 20 Stimmen auf anwalt.de. Alle sind im Review-Schema eingebunden. → KI erkennt ein konsistentes Vertrauenssignal und nennt die Kanzlei als Beispiel.

Expertentipp

„Planen Sie Bewertungen wie einen kontinuierlichen Mandantenprozess: Bewertungslink im Abschlussgespräch, Erinnerung per Mail nach einer Woche, Dankeschön-Nachricht nach Abgabe. GEO belohnt Kontinuität – nicht einen plötzlichen Schub von 20 Stimmen auf einmal.“

Wie stärkt E-E-A-T die GEO-Autorität einer Kanzlei?

Key Facts

  • KI-Systeme prüfen nicht nur Inhalte, sondern auch die Anwälte dahinter.
  • Vier Faktoren sind entscheidend: Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauen – alle müssen sichtbar sein.
  • Person- und Author-Schema übersetzen Biografien, Titel und externe Belege in maschinenlesbare Signale.

E-E-A-T ist das digitale Zeugnis Ihrer Kanzlei. KI-Systeme wollen wissen:

  • Hat die Person praktische Erfahrung (z. B. 15 Jahre Strafrecht, hunderte Fälle)?
  • Ist sie fachlich ausgewiesen (Fachanwaltstitel, Publikationen)?
  • Ist sie anerkannt (Verbände, Medien)?
  • Ist sie vertrauenswürdig (Kammerprofil, Bewertungen)?

Typische Probleme

  • Keine Autorennennung bei Artikeln.
  • Anwälte ohne Profilseiten oder Biografie.
  • Fachanwaltstitel nicht hervorgehoben.
  • Keine Verknüpfung zu externen Quellen.
  • Kein Schema wie Person oder Author im Einsatz.

Schritt-für-Schritt: E-E-A-T aufbauen

  • Personenseiten anlegen: Jede Anwältin / jeder Anwalt mit Biografie, Foto, Fachgebieten, Erfahrung. Schema: Person + Author.
  • Experience sichtbar machen: Anzahl Jahre Berufserfahrung, typische Fallarten, relevante Urteile.
  • Expertise betonen: Fachanwaltstitel, Spezialisierungen, Publikationen.
  • Autorität sichern: Mitgliedschaften, externe Erwähnungen, Lehraufträge; sameAs-Verknüpfungen.
  • Trust belegen: Bewertungen und Mandantenstimmen (Schema).

Praxisbeispiel

Ein Nutzer fragt ChatGPT:
„Welcher Anwalt in München hat Erfahrung mit Kapitalstrafrecht?“

  • Ohne GEO: Website listet nur „Strafrecht“ allgemein. Keine Personenprofile. → Sie erscheinen nicht.
  • Mit GEO: Profilseite „Dr. Müller, Fachanwalt für Strafrecht“ mit 15 Jahren Erfahrung; via sameAs mit DAV und anwalt.de verknüpft; Interview in LTO mit Article-Schema. → Hohe Chance auf Zitation.

Expertentipp

„Behandeln Sie Ihre Autorenseiten wie ein professionelles LinkedIn-Profil: mit Biografie, Stationen, Fachgebieten und Qualifikationen. Je vollständiger diese Informationen sichtbar sind, desto höher Ihre GEO-Chancen. Und: Schema nicht vergessen!“

Warum ist Website-Freshness für GEO bei Anwälten unverzichtbar?

Key Facts

  • KI bevorzugt aktuelle Inhalte – veraltete Seiten verlieren Zitationschancen.
  • Aktualität betrifft besonders Kernseiten wie Rechtsgebiete, FAQs und Anwaltprofile.
  • Mit dateModified und sichtbaren Updates („Stand: Monat Jahr“) signalisieren Sie: „Diese Kanzlei ist aktiv und relevant.“

Niemand würde eine Zeitung von 2018 lesen, um sich über ein Urteil von 2025 zu informieren. KI-Systeme funktionieren genauso: Sie bevorzugen Inhalte, die sichtbar gepflegt und aktuell sind.

Typische Probleme

  • Kernseiten seit Jahren nicht aktualisiert.
  • FAQ veraltet, keine neuen Fragen ergänzt.
  • Keine Urteile oder Gesetzesänderungen dokumentiert.
  • Technisch: kein dateModified-Schema im Einsatz.

Schritt-für-Schritt: Freshness sicherstellen

  • Kernseiten quartalsweise prüfen & aktualisieren.
  • FAQs laufend erweitern – neue Mandantenfragen zeitnah aufnehmen.
  • Newsroom pflegen – aktuelle Urteile oder Gesetzesänderungen als Meldung einspielen.
  • dateModified nutzen – jede Seite mit letztem Änderungsdatum auszeichnen.

Praxisbeispiel

Ein Nutzer fragt Google AI Overviews:
„Gibt es 2025 neue Regeln für Kündigungsschutzklagen?“

  • Ohne GEO: Seite „Kündigungsschutzklage“ wurde 2020 erstellt und nie angepasst. → Nicht berücksichtigt.
  • Mit GEO: Seite im Juni 2025 aktualisiert; dateModified hinterlegt; Newsroom-Eintrag zu neuem Urteil. → Hohe Wahrscheinlichkeit der Zitation.

Expertentipp

„Definieren Sie feste Update-Rhythmen. Lieber kleine, häufige Anpassungen (FAQs ergänzen, Urteile einpflegen) als große Relaunches alle paar Jahre – KI erkennt und belohnt kontinuierliche Pflege.“

Wie können Kanzleien in 30 Tagen mit GEO starten?

Key Facts

  • Ein 30-Tage-Plan muss auf den individuellen GAPs Ihrer Kanzlei basieren – kein Schema F.
  • Die Reihenfolge: erst Quick-Wins umsetzen, dann mittelfristige Hebel anstoßen.
  • Schon nach 4 Wochen sind sichtbare Fortschritte möglich: neue Bewertungen, aktualisierte Inhalte, erste Erwähnungen.

Wie können Kanzleien in 30 Tagen mit GEO starten?

Ein Kanzlei-Start in GEO gelingt nicht durch eine Checkliste, die für alle gleich aussieht. Entscheidend ist, wo Sie im GAP-Vergleich zum Wettbewerber die größten Lücken haben. GEO funktioniert wie ein Baukasten: Beginnen Sie dort, wo Sie am meisten Boden gutmachen können – mit Maßnahmen, die das beste Verhältnis von Wirkung zu Aufwand haben.

Mini-Szenarien je nach GAP

  • Bewertungen = größte GAP: Bewertungslinks einrichten, 3–5 zufriedene Mandanten aktiv ansprechen, Review-Schema ausrollen.
  • SEO-Performance = größte GAP: Rechtsgebietsseiten mit klarer Struktur (H1–H3, FAQs, Schema) ausbauen; Ladezeiten optimieren.
  • Erwähnungen = größte GAP: Profile bei Kammern und Fachverbänden pflegen; erste kurze Pressemitteilung im Newsroom veröffentlichen.
  • E-E-A-T = größte GAP: Anwaltprofile mit Biografien, Fachanwaltstiteln und Publikationen erstellen; sameAs zu Kammern/Verbänden.
  • Freshness = größte GAP: Content-Update-Kalender aufsetzen; FAQs erweitern; aktuelles Urteil/Gesetzesänderung einspielen.

Expertentipp

„Planen Sie die 30 Tage nicht als Projekt, das danach abgeschlossen ist. GEO wirkt am stärksten, wenn Sie kleine Routinen entwickeln: monatliche Prompt-Checks, quartalsweise Content-Updates, kontinuierlicher Review-Flow, aktive PR. Die 30 Tage sind eher eine Initialzündung.“

Wie überwachen Anwälte ihre GEO-Sichtbarkeit in KI-Systemen?

Key Facts

  • Anders als bei SEO gibt es keine Tools mit Rankings – GEO-Sichtbarkeit muss aktiv überprüft werden.
  • Entscheidend ist, regelmäßig zu testen, ob und wie Ihre Kanzlei in KI-Antworten genannt wird.
  • Mit einem einfachen Monitoring-Plan behalten Sie Ihre Fortschritte im Blick.

Das Problem: Bei SEO gibt es Rankings und Sichtbarkeitsindizes. GEO bietet das nicht – es existiert keine öffentliche Datenbank für „KI-Zitationen“. Kanzleien brauchen eigene Routinen, um GEO-Sichtbarkeit zuverlässig zu prüfen.

Methoden zur GEO-Überwachung

  • Prompt-Checks: Typische Mandantenfragen in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews testen (z. B. „Wer ist der beste Anwalt für Arbeitsrecht in München?“). Prüfen, ob die Kanzlei erscheint und welche Belege genannt werden.
  • Dokumentation: Systematisch festhalten, wann und in welchem Kontext die Kanzlei genannt wird. Screenshots sind Pflicht.
  • Gap-Tracking: GEO GAP-Analyse in regelmäßigen Abständen wiederholen, um Fortschritte messbar zu machen.

Checkliste: Was prüfen, wie oft?

PrüfintervallVorgehenErgebnis
ChatGPT – 1× pro Monat5–10 typische Fragen testenWird Kanzlei zitiert?
Perplexity – 1× pro MonatGleiche Fragen wie bei ChatGPTWird Kanzlei zitiert?
Google AI Overviews – 1× pro MonatSuchanfragen mit StandortbezugWird Kanzlei zitiert?
GAP-Analyse – 1× pro QuartalBenchmark mit WettbewerberScores vergleichen
Website Freshness – laufendContent-Update-Kalender nutzendateModified aktuell?

Expertentipp

„Machen Sie GEO-Monitoring nicht zur Chef-Sache. Legen Sie in der Kanzlei eine einfache Routine fest: Wer prüft wann, mit welchen Fragen? Je einfacher und verlässlicher das Monitoring läuft, desto schneller erkennen Sie neue Chancen – und sichern sich Vorsprung vor dem Wettbewerb. Oder noch besser: Lagern Sie das Ganze aus und lassen Sie es sich mundgerecht aufbereiten!“

Welche Fehler sollten Kanzleien bei GEO unbedingt vermeiden?

Key Facts

  • GEO-Fehler entstehen nicht durch Untätigkeit, sondern durch falsche Maßnahmen.
  • Häufige Stolperfallen: nur SEO denken, unseriöse Quellen, gefälschte Bewertungen, keine Aktualität.
  • Wer diese Fehler vermeidet, schützt seine Reputation und erhöht die Chance, in KI-Antworten genannt zu werden.

GEO-Fehler entstehen nicht durch Untätigkeit, sondern durch falsche Maßnahmen. Häufige Stolperfallen: nur SEO denken, unseriöse Quellen, gefälschte Bewertungen, keine Aktualität. Wer diese Fehler vermeidet, schützt seine Reputation und erhöht die Chance, in KI-Antworten genannt zu werden.

Warum Fehler hier besonders schwer wiegen

KI-Systeme bewerten nicht nur Inhalte, sondern auch deren Glaubwürdigkeit. Ein falsches Signal – etwa eine zweifelhafte Erwähnung oder manipulierte Bewertung – kann dazu führen, dass Ihre Kanzlei langfristig aus Antworten herausgefiltert wird. GEO ist damit noch stärker reputationsgetrieben als SEO.

Typische Fehler und ihre Konsequenzen

  • Nur SEO statt GEO denken: Ohne Q&A-Struktur, externe Belege und Aktualität wird die Kanzlei von KI-Systemen nicht berücksichtigt.
  • Unsaubere Quellen nutzen: Einträge in unseriösen Verzeichnissen oder gekaufte Erwähnungen schaden. KI gewichtet seriöse Quellen wie Kammern, Fachpresse oder Hochschulen.
  • Bewertungen manipulieren: Gefälschte oder massenhaft gleichartige Bewertungen werden erkannt und entwertet – mit Reputationsschaden.
  • E-E-A-T vernachlässigen: Ohne klare Anwaltprofile, Fachanwaltstitel, Publikationen und externe Verknüpfungen bleibt Expertise unsichtbar.
  • Freshness ignorieren: Veraltete Inhalte oder fehlende Updates (dateModified) signalisieren mangelnde Pflege; KI bevorzugt aktuelle Quellen.

Expertentipp

„Behandeln Sie GEO wie ein Gerichtsverfahren: Jedes Signal – ob Content, Quelle, Bewertung oder Aktualität – muss belegbar, nachvollziehbar und seriös sein. KI-Systeme suchen nach dem Gesamtbild. Schon ein schwaches oder falsches Signal kann Ihre Glaubwürdigkeit untergraben.“

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Bastian Huber
Bastian
Experte für SEO & GEO / LLMO, Redakteur

Schreibt über GEO & SEO - von der Suchintention bis zur Conversion.

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